Die zwölf Apostel: Die Evangelien berichten uns, wie sie von Jesus ausgewählt wurden, welche Namen sie trugen. Manche werden in den Erzählungen noch greifbar: Da ist Petrus, der Fels, der gleichzeitig einen großen Glauben an Jesus hat und ihn doch drei Mal verleugnet. Da sind die Brüder Jakobus und Johannes, die ihren Vater mitsamt dem kleinen Fischereibetrieb in der Nachfolge Jesu zurücklassen und dafür gerne im Himmelreich links und rechts neben Jesus sitzen würden. Von Jesus werden sie "Donnersöhne" genannt. Levi wäre zu nennen, der Zöllner, der sein anrüchiges Gewerbe aufgibt, oder Philippus, der den Natanael bekehrt. Von anderen wissen wir gerade einmal die Namen. Markus, Matthäus und Lukas geben uns jeweils eine Namensliste, während Johannes darauf verzichtet. In den Briefen des NT kommt nur Paulus einmal auf die Zwölf zu sprechen. Er erwähnt sie nebenbei als eine der Gruppen, denen der Auferstandene erschienen ist. Aber gerade die Beiläufigkeit belegt auch, wie selbstverständlich die Zwölf für die ersten Christen waren. Jesus selbst wählte zwölf Jünger als Gefährten. Die Zwölfzahl symbolisiert die Stämme Israels, die Gott aus der Zerstreuung in sein neues Gottesvolk sammelt. Mit den zwölf Aposteln Jesu beginnt das Reich Gottes auf Erden.
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