Die Frauen erfahren Jesus als denjenigen, der sie zutiefst kennt (z.B. die Samariterin am Jakobsbrunnen). Ebenso läßt sich auch Jesus von Frauen erkennen. So offenbart er sich Martha: "Ich bin die Auferstehung und das Leben" (Joh 11,25). Sie kommt zu einer tiefen Erkenntnis seiner Person und bekennt: "Ja, Herr, ich glaube, daß du der Messias bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll" (Joh 11,27). Weiter bekennen sich Frauen zu ihm auch mit wortlosen Handlungen. Eine Frau in Bethanien salbt Jesus mit einer verschwenderisch großen Menge des Nardenöls. Ihre Tat interpretiert Jesus nicht nur als gutes Werk, sondern auch als prophetisches Zeichen mit einer bleibenden Bedeutung: "Wo immer das Evangelium in der ganzen Welt verkündet wird, wird auch das, was diese tat, gesagt werden zur Erinnerung an sie" (Mk 14,9). Derartige Begegnungen in den Evangelien bilden einen der Grundsteine unseres Wissens über die Person Jesu überhaupt.
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