Univ. Prof. Dr. Lucas Pohl

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Univ. Prof. Dr. Lucas Pohl
Universität Innsbruck
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Aktuelle Forschungsagenda:
In meiner Forschung befasse ich mich mit Fragen der Stadtgeographie, Umweltgeographie sowie der Kultur- und Sozialgeographie. Im Mittelpunkt meiner aktuellen Arbeit steht die Analyse von Räumen der Krise, Transformation und Imagination im Kontext planetarer Herausforderungen. Ziel ist es, eine kritische und zukunftsorientierte geographische Perspektive auf das Verständnis urbaner, politischer, ökologischer und psychischer Wechselwirkungen zu entwickeln. Vor diesem Hintergrund widme ich mich vorrangig folgenden drei inhaltlichen Schwerpunkten:
- Stadtentwicklung und Klimawandel: Wie beeinflussen klimatische Veränderungen die Stadtentwicklung? In welchem Maße prägen ökologische Krisen die Städte der Zukunft? Vor welchen Herausforderungen stehen urbane Räume angesichts des Klimawandels, und welche Anpassungsstrategien entwickeln sie angesichts der ungleichen Verteilung von Ressourcen und Risiken, um gerechte und nachhaltige Lösungen zu schaffen?
- Planetare Humangeographie: Wie wirken sich menschliche Eingriffe nachhaltig auf planetare Verhältnisse aus? Wie schreiben sich gesellschaftliche Verhältnisse in Umweltverhältnisse ein und welche neuen sozialräumlichen Formationen bringt die planetare Krise hervor? Welche neuen Konzepte und Methoden sind notwendig, um die komplexen Verflechtungen zwischen Gesellschaft, Raum und Umwelt in der Gegenwart zu fassen?
- Geographische Imaginationen: Wie prägen räumliche Vorstellungen und Raumbilder gesellschaftliche Verhältnisse? Wie werden geographische Vorstellungen durch Medien, politische Diskurse und kulturelle Narrative konstruiert und verbreitet? In welchem Maße beeinflussen geographische Imaginationen die Machtverhältnisse und sozioökonomischen Ungleichheiten in urbanisierten Kontexten?
Allgemeine Forschungsinteressen:
- Kritische Stadtforschung
- Urbane Politische Ökologie
- Sozialwissenschaftliche Klimaforschung
- Gesellschaft- und Raumtheorie
- Psychoanalytische Geographien
Ausgewählte Publikationen:
2025 – (with Erik Swyngedouw) In defence of maladaptation and its emancipatory promises. European Journal of Social Theory: forthcoming.
2025 – (with Ilse Helbrecht) Geographical sensemaking: Situating, relating, and positioning as spatial practices between self and world. Annals of the American Association of Geographers: forthcoming.
2025 – Die Hölle ist hier: Zur Gegenwart und Geographie der Klimakatastrophe. In: Martin Böhnert, Annika Rink & Maria Weber (eds.): Apokalypse und Apathie: Handlungs(un)fähigkeiten in der Klimakrise. Bielefeld: transcript: 203-220.
2024 – Uneven coastal geographies: Sea level rise and contested urban future-making in Bangkok. In: Monika Grubbauer, Alessandra Manganelli & Louis Volont (eds.): Conflicts in Urban Future-Making. Bielefeld: transcript: 257-278.
2024 – Apocalyptic nothingness: Lacks, holes, and the limits of the geographical imagination. Social & Cultural Geography: online first.
2024 – Geographies of the impossible. Dialogues in Human Geography 14(2): 366-370.
2023 – (with Friederike Landau-Donnelly) Towards a post-foundational geography: Spaces of negativity, contingency and antagonism. Progress in Human Geography 47(4): 481-499.
2023 – (with Erik Swyngedouw) Enjoying climate change: Jouissance as a political factor. Political Geography 101: 102820.
2022 – (with Ilse Helbrecht) Imaginäre Naturverhältnisse: Psychoanalytische Einsichten zur Herstellung ontologischer Sicherheit in Berlin, Vancouver und Singapur. Geographica Helvetica 77: 389-401.
2022 – The empty city: COVID-19 and the apocalyptic imagination. CITY: Analysis of Urban Change, Theory, Action 26(4): 706-722.
2022 – Aura of decay: Fetishizing ruins with Benjamin and Lacan. Transactions of the Institute of British Geographers 47(1): 153-166.
2021 – Ruins as pieces of the Real: Images of a post-apocalyptic present. Geoforum 127: 198-208.
2021 – (with Friederike Landau & Nikolai Roskamm) [Un]Grounding: Post-foundational geographies. Bielefeld: transcript.
2020 – Ruins of Gaia: Towards a feminine ontology of the Anthropocene. Theory, Culture & Society: 37(6): 67-86.
Laufende Lehrveranstaltungen:
t.b.a.