Blick auf das Podium bei der Veranstaltung, drei Personen sitzen auf Stühlen, dahinter eine Wand mit Projektion.

Podiumsdiskussion mit (v.l.) Marie-Luisa Frick, Andreas Eckhardt und Vizerektorin Irene Häntschel-Erhart

Chan­cen und Gefah­ren von KI im Fokus bei DiSCus­sion

Vor Ostern fand die dritte DiSCussion zum Schwerpunktthema Künstliche Intelligenz (KI), organisiert vom Digital Science Center (DiSC) in Kooperation mit dem Vizerektorat für Digitalisierung und Nachhaltigkeit, statt. Sie war der Frage „Was kann KI?“ gewidmet. In Vorträgen und einer Podiumsdiskussion ging es um die zwei Gesichter von KI: ihre potenziellen Gefahren und Chancen für die Gesellschaft.

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Am 21. März 2024 versammelten sich erneut zahlreiche Interessierte in der Stadtbibliothek Innsbruck, um sich über Nutzen und Risiken von Künstlicher Intelligenz (KI) auszutauschen. In zwei Vorträgen von Univ.-Prof. Andreas Eckhardt, Wirtschaftsinformatiker mit dem Schwerpunkt digitale Transformation, und assoz. Prof. Marie-Luisa Frick, Philosophin mit u.a. den Schwerpunkten Menschenrechte, Demokratie und Ethik, wurden verschiedene Aspekte von KI diskutiert. Eckhardt betonte nicht nur die Gefahr eines potenziellen Missbrauchs, die mit dem Einsatz von KI einhergeht, sondern hob auch hervor, was diese Technologie zur Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen beitragen kann. Anhand ausgewählter UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung verdeutlichte er mögliche Anwendungsgebiete. „Neben allen Herausforderungen, die KI mit sich bringt, eröffnet sie uns auch Möglichkeiten bei der Identifikation von Deepfakes, der Förderung der Geschlechtergerechtigkeit oder der Findung nachhaltiger Lösungen für Themen wie Tourismus, Städteplanung und Mobilität. Ein Beispiel dafür sind Visualisierungen, die es ermöglichen, Ideen greifbarer zu machen. Dies beschleunigt und vereinfacht Gestaltungs- und Innovationsprozesse ungemein“, resümiert Eckhardt.

Im Anschluss führte Marie-Luisa Frick die Teilnehmenden in das Gebiet der Technikfolgenabschätzung ein. Sie illustrierte anhand von Beispielen, wie normative Konflikte im Umgang mit KI entstehen und warum es einer Präzisierung von normativen Konzepten bedarf, die zur Bewertung von Nutzen und Schaden herangezogen werden. Sie erklärt: „Die Wissenschaft kann zwar mögliche Folgen von KI skizzieren, sie selbst kann aber keine Werte und Normen vorgeben, die bei der Regulierung neuer Technologien Berücksichtigung finden sollen. Das ist primär Aufgabe der Gesellschaft und dazu bedarf es einer stärkeren Einbindung der Bürgerinnen und Bürger. “ Besonders die Philosophie könne dabei helfen, normative Konzepte zu klären und Wertkonflikte auszuleuchten. Ihr abschließender Appell an das Publikum, sich aktiv in öffentliche Debatten einzubringen, unterstrich die Bedeutung eines breiten gesellschaftlichen Diskurses über die ethischen und sozialen Implikationen von neuen Technologien wie KI, der mit dem Format der DiSCussion angeregt werden soll.

Bei der anschließenden Podiumsdiskussion, die wie gewohnt von Vizerektorin Irene Häntschel-Erhart angeleitet wurde, hatte das Publikum Gelegenheit, selbst Fragen an die Vortragenden zu richten. Die Vorträge wurden aufgezeichnet und können auf dem YouTube-Kanal des DiSC abgerufen werden. Die nächste DiSCussion ist für den 5. Juni 2024 geplant, bei der ein neues interaktives Format ausprobiert werden soll. Details dazu werden rechtzeitig auf der DiSC-Website und der Veranstaltungsseite der Vortragsreihe bekanntgegeben. Interessierte können sich zudem über die Mailingliste des DiSC über bevorstehende Veranstaltungen informieren. Weitere Informationen zur Anmeldung finden sich auf der Website des Digital Science Centers.

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