Univ. Prof. Dr. phil. Dipl. Soz., Lutz Eichler

Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
Institut für Psychosoziale Intervention und Kommunikationsforschung
Ágnes-Heller-Haus, Innrain 52, A-6020 Innsbruck
Büro 07L010, 7. Stock
Kinder- & Jugendlichenpsychotherapeut (TfP)
Wissenschaftlicher Werdegang
Lutz Eichler hat zunächst an der Uni Nürnberg und anschließend an der Uni Frankfurt Sozialwissenschaften studiert. Er ist durch die Einflüsse der Frankfurter Schule geprägt, die die Soziologie mit der Sozialphilosophie sowie der Psychoanalyse verknüpft. Nach seiner Promotion zur psychischen Wirkung veränderter Arbeitsbedingungen kehrte er ans Erlanger Institut für Soziologie nach Franken zurück. Er arbeitete als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Schnittfeld von Arbeitssoziologie und Sozialisationsforschung. Während dieser Zeit spezialisierte er sich auf die individuelle Psychologie. Er absolvierte eine Ausbildung zum tiefenpsychologisch fundierten Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten und arbeitete in einer Jugendpsychiatrie. Nach kurzen Stationen an den Fachhochschulen in Darmstadt und Fulda kam er 2020 an die Fliedner Fachhochschule nach Düsseldorf. Dort war er für gesundheitliche, besonders psychopathologische Aspekte im Kontext von Sozialpädagogik und Beratung verantwortlich. Parallel betrieb er eine psychotherapeutische Praxis für Kinder- und Jugendliche.
Schwerpunkte in der Forschung
Eichler forscht – kurz gesagt – zum Unbehagen in Bildung und Arbeit. Letzteres war sein Schwerpunkt bis zur Dissertation, ersteres seitdem. Die Fragestellungen drehen sich um individuelle Verarbeitungen „subjektivierter“ Anforderungen in Schule, Übergang und Arbeitswelt. In diesem Zusammenhang interessiert er sich entwicklungstheoretisch besonders für die Phase der Post-Adoleszenz und des jungen Erwachsenenalters. Methodisch kombiniert er biografisch-narrative Interviews mit Bindungs- und psychodynamischer Diagnostik. Sein zweites Standbein liegt in der psychoanalytischen Autoritarismusforschung. Auch dort interessieren ihn besonders die lebensgeschichtlichen und entwicklungspsychologischen Hintergründe der Entstehung autoritärer Wünsche und Phantasien.