WissenAmFreitag #1

Hallo,

seit Beginn der Corona-Pandemie vor mittlerweile mehr als einem Jahr ist Wissenschaft so präsent wie nie. Beinahe täglich erscheinen neue Studien zum Virus selbst, zur Impfung und zu Begleiterscheinungen, die die Pandemie mit sich bringt. Die Gesellschaft erwartet sich klare Antworten von der Wissenschaft. Doch so einfach ist das nicht. Es liegt in der Natur der Wissenschaft, dass Wissen sich ständig weiterentwickelt und sie von Kontroversen lebt. Und gerade durch die derzeit hohe Geschwindigkeit im Wissenschaftsbetrieb verlagert sich der eigentlich wissenschaftsinterne Austausch in die Öffentlichkeit, sagt der Wissenschaftsjournalist Ralf Krauter im Interview mit Deutschlandfunk Nova. Trotzdem ist es die Wissenschaft, die uns die Instrumente an die Hand gibt, um durch die Pandemie zu kommen. Wie sie eingesetzt werden, das entscheidet wiederum die Politik.

Doch was zeichnet eine gute wissenschaftliche Studie eigentlich aus und wie funktioniert Qualitätssicherung in der Forschung? Mit diesen Fragen beschäftigt sich Michael Kirchler. Er forscht im Bereich der Metascience – der Wissenschaft über Wissenschaft sozusagen. Ziel der Metascience ist es, Transparenz und Offenheit in der Wissensgenerierung zu fördern. Ein Weg zu mehr Transparenz und Offenheit sind sogenannte „Pre-Analysis-Plans“, die seit einigen Jahren immer häufiger zum Einsatz kommen. Dabei müssen Forscher*innen ihr Forschungsdesign und die Methoden zur Datenauswahl und -analyse bereits vor Beginn einer Studie festlegen und auf Plattformen wie beispielsweise Open Science Framework (OSF) hochladen.

Schönes Wochenende,
Lisa Marchl
Kommunikationsteam der Universität Innsbruck

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