Über uns

Das Zentrum für Interreligiöse Studien der Universität Innsbruck versteht sich als Plattform für interreligiöse Forschung und Lehre im Kontext verschiedener Wissenschaftsdisziplinen. Es möchte interreligiöse Initiativen bündeln, relevante Wissenschaftszweige vernetzen und so die Sichtbarkeit interreligiöser Forschung und Lehre erhöhen. Durch gemeinsame Aktivitäten und Projekte mit Partnereinrichtungen aus wissenschaftlichen Teilbereichen soll der akademische Bezug interreligiöser Arbeit gestärkt werden. Das Zentrum soll auch dazu dienen, die aus der Zusammenarbeit gewonnenen Erkenntnisse in der Gesellschaft wirksam werden zu lassen und somit auch einen wichtigen Beitrag im Rahmen der Third Mission zu leisten.

Religionen sind, wie alles Menschliche, ambivalent. Sie können generell einen Beitrag zum friedlichen Zusammenleben in der Gesellschaft leisten, aber auch verabsolutierend wirken und das Gegenteil provozieren, stützen und legitimieren. Widersprüche, Paradoxa und alternative Optionen, die sich daraus ergeben, erfordern grundsätzliche interdisziplinäre Betrachtungsweisen und vertiefende interreligiöse Zusammenarbeit.

Speziell die Zusammenarbeit verschiedener philosophischer und theologischer Disziplinen aus unterschiedlichen religiösen Traditionen soll durch das Zentrum an Relevanz gewinnen. Gleichzeitig sollen durch inter- und transdisziplinäre Verknüpfungen mit soziologischen, pädagogischen, philosophischen sowie anderen geistes- und naturwissenschaftlichen Perspektiven die Erkenntnisse im Bereich des Interkulturellen und Interreligiösen vertieft werden.

Ein weiteres, in diesem Zusammenhang zentrales Anliegen des Zentrums ist die Aufmerksamkeit auf das WIE von Forschung und Lehre im interreligiösen Kontext. Am Prüfstand stehen diversitätssensible, partizipative, mehrperspektivische Herangehensweisen mit möglichst paritätischer Beteiligung der unterschiedlichen Religionen und Weltanschauungen. In diesem Sinne geht es um die Weiterentwicklung einer kritischen Methodologie, die asymmetrische Kommunikationsmuster und Stereotype in der individuellen, gesellschaftlichen wie wissenschaftlichen Interaktion und Kommunikation identifiziert, reflektiert und bearbeitet.

Das Zentrum versteht sich als nationale wie internationale Plattform für Wissenschaftler:innen aus verschiedenen religiösen und weltanschaulichen Traditionen sowie aus den unterschiedlichsten Wissenschaftsdisziplinen.

Die Arbeit des Zentrums möchte sich somit in einer Zeit tiefgreifender gesellschaftlicher und politischer Veränderungen als fruchtbar für alle Menschen erweisen und gemäß dem Universitätsgesetz 2002 „verantwortlich zur Lösung der Probleme des Menschen sowie zur gedeihlichen Entwicklung der Gesellschaft und der natürlichen Umwelt beitragen“.

  • Grundlegendes Anliegen des Zentrums für interreligiöse Studien ist es, Räume der Begegnung zwischen den unterschiedlichen Akteur:innen zu ermöglichen, um die verschiedenen Ebenen interreligiöser Arbeit verknüpfen zu können.
  • Durch die interreligiöse und interdisziplinäre Bearbeitung von Fragestellungen in Forschung und Lehre und die wechselseitige fachkundige Reflexion der Zugänge sollen die interreligiösen und interkulturellen Kompetenzen vertieft werden.
  • Die Weiterentwicklung multiperspektivischer, divergenz- und kontingenzsensibler Methodologien für die interreligiöse Forschung und Lehre soll vorangetrieben werden.
  • Die Vernetzung von pluralitätsfähigen theologischen Ansätzen mit entsprechenden Zugängen in der Religionspädagogik und Religionsdidaktik soll ausgebaut werden.
  • Durch profilierte interreligiöse Aus-, Fort- und Weiterbildungsangebote soll die Pluralitäts- und Heterogenitätsfähigkeit in den Bildungsinstitutionen und der Gesellschaft gestärkt werden.
  • Der Beitrag interreligiöser Bildung für eine pluralitätsfähige Gesellschaft soll durch das Zentrum wirksam und sichtbar gemacht werden.
  • Förderung von interreligiösen und transdisziplinären Begegnungen und Kooperationen auf den unterschiedlichen Ebenen
  • Nationale und internationale transdisziplinäre Vernetzung von interreligiösen Forschungs- und Lehreinitiativen mit dem Ziel, sie für den österreichischen Kontext fruchtbar zu machen
  • Durchführung von Forschungsprojekten zu relevanten interreligiösen Fragestellungen
  • Weiterentwicklung diversitätssensibler und mehrperspektivischer interreligiöser Methodologien in Forschung, Lehre und Third Mission
  • Etablierung von neuen Forschungs- und Lehreformaten
  • Dokumentation und Dissemination von Ergebnissen aus Forschung und Lehre

Leitung und Koordination

Mehmet Hilmi Tuna

Assistenzprofessor
Leiter Zentrum für Interreligiöse Studien

Zu sehen ist Mehmet Hilmi Tuna, er lächelt.

Karin Peter

Assistenzprofessorin
Leiterin Zentrum für Interreligiöse Studien

Zu sehen ist Karin Peter, sie lächelt.

Antigona Shabani

Universitätsassistentin Praedoc Mitkoordinatorin Zentrum für Interreligiöse Studien

Zu sehen ist Antiginba Shabani, sie lächelt

Johannes Härting

Universitätsassistent Praedoc Mitkoordinator Zentrum für Interreligiöse Studien

Zu sehen ist Johannes Härting, er lächelt.

Beiratsmitglieder

Die Mitglieder haben beratende Funktion für das Zentrum und wirken bei Tagungen und Publikationen mit. Sie arbeiten in ihrem Bereich interreligiös und können je nach Forschungsinteresse selbstständig interreligiöse Teams bilden. Wissenschaftliche Kommunikation und Koordination finden über jährliche Veranstaltungen statt.

Advisory Board

Der wissenschaftliche Beirat berät das Zentrum zu Profil- und Organisationsentwicklung. Die Mitglieder haben die Rolle von „Critical Friends“, die die Weiterentwicklung des Zentrums begleiten und unterstützen.

Der Beirat bietet die Möglichkeit der wissenschaftlich-fachlichen und interdisziplinären Vernetzung, des Erfahrungsaustauschs und fördert Neuentwicklungen. Aufgrund seiner interdisziplinären Zusammensetzung beschäftigt sich der Beirat vor allem mit Fragen der gesellschaftlichen Wirksamkeit und Reichweite des Zentrums und unterstützt diese.

Ehemalige Mitarbeiter:innen

Die wichtigsten Punkte finden Sie nochmals zusammengefasst im nachfolgenden Teaservideo zum Zentrum und dessen Selbstverständnis.

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